Die Geschichte von Andreas Hofer in Sterzing

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Altstadt 1 - 39049 Sterzing (Südtirol) • Mo-Fr 9:00-18:30 Uhr • Samstag 9:00 - 18:00 Uhr


Andreas Hofer in Sterzing

Oft war Andreas Hofer in Sterzing zugegen und kämpfe für die Freiheit Tirols. Unter Hofers persönlicher Leitung war der Schauplatz Sterzing am 11. April 1809 gar der Auftakt der Befreiungskämpfe.

Der berühmte Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer (1767-1810) hat nicht nur zwischen Innsbruck und Brenner, sondern auch in Sterzing und bei Sterzing gekämpft. Insbesondere am 11. April vor der ersten Bergiselschlacht der Tiroler Aufstände. Mit über 500 Schützen aus dem Passeiertal, dem Burggrafenamt und dem Vinschgau ist Hofer im Sterzinger Moos (Freienfeld) einem Heer aus Bayern gegenübergestanden. Der Legende nach haben drei todesmutige Sterzinger Mädchen von Ochsen gezogene Heuwägen hin zum feindlichen Heer gelenkt. Beladen mit Schützen und Tiroler Kämpfern. So gelang Andreas Hofer in Sterzing der erste größere Sieg gegen Napoleon und Bayern. Die Nachricht verbreitete sich in ganz Europa.

Im August des Sturmjahrs 1809 geriet nochmals Sterzing und dessen Umlande in kämpferische Auseinandersetzungen. Das Dorf Ried gleich nördlich von Sterzing ging dabei in Flammen auf. Andreas Hofers Truppen kämpfte nicht unweit der Stadt verbittert gegen den Feind, der in der Ortschaft "Sachsenklemme" förmlich aufgerieben wurde. Ungefähr 25.000 Mann waren Anfang August 1809 in Sterzing zugegen.

Ganze 14 Landsturm-Kompanien soll Sterzing für Hofer gestellt haben. 67 Gefallene sind im Jahr der Freiheitskämpfe allein aus dem Gebiet Sterzing vermerkt.


Erneuter Frieden in Sterzing von Hofer und Daney

Nachdem die dritte Bergiselschlacht verloren war und Hofer den "Friedensvertrag von Schönbrunn" mißachtete, stürzte er sich und Tirol ins Verderben. Wenn auch gezwungen von seiner Gefolgschaft weiterzukämpfen, verzichtete er auf Amnesie und Straffreiheit seitens Frankreichs.

Bei der letzten "Befreiungsschlacht" im November des Sturmjahrs 1809 hat Hofer in Sterzing seinen Friedensbekundung (erneut) aufgesetzt. Der Schlanderer Priester Josef Daney hat dabei folgende Zeilen verbriefen und in alle Ecken Tirols senden lassen:

Dieses Manifest Hofers, aus Sterzing, 8. Nov. 1809, kündet unzweideutig vollständige Unterwerfung an. Er berichtet, wie er im Einverständnisse mit vielen Abgeordneten des Landes Sieberer und Daney zum Vizekönig gesandt habe, dass diese heute zurückgekehrt und ein gnädiges Schreiben gebracht haben. Da nun wirklich am 14. Okt. Friede geschlossen wurde, so solle man sich in Gottes Willen ergeben und sich der Großmut Napoleons würdig machen usw. Abgedruckt bei Hormayr, Bd. 2, S. 499 ff.

Der Gasthof "Zur Krone" und das Wirtshaus "Rote Adler" in der Altstadt Sterzing waren für Hofer und seine "Mander" (Männer) ein bekannter Stopp auf dem Weg nach Innsbruck. Der Gasthof und das Wirtshaus sind nicht mehr im Betrieb. Insgesamt war Sterzing für seine Wirtshauskultur weithin bekannt. Noch heute gibt es viele Bars, Cafès, Gasthäuser und Hotels. In unseren mittelalterlichen Gewölben können Sie in unserer Vinothek in Sterzing einkehren und Wein genießen.


Als wichtige Verbindungsstrecke für Weinhandel, Viehandel und anderen Warentransport war der Jaufenpass bei Sterzing eine viel frequentierte Strecke. Nicht nur im Österreichischen Kaiserreich, sondern auch im nachfolgenden Bayrischen Königreich führten die Wege von Serzing über den Jaufenpass ins Passeiertal und ins Bratwurststädtchen Meran.

Nicht weit von Sterzing ist die Heimat von Andreas Hofer

St. Leonhard in Passeier an der Jaufenstraße ist etwa 38 km von Sterzing entfernt und über den Jaufenpass erreibach. Hier ist Andreas Hofer in seinem ehemaligen Wirtshaus "Sandhof" als Pferdehändler und Weinhändler bekannt geworden. Damit erklärt sich auch sein geläufiger Beinamen "Sandwirt". Das heutige Gasthaus ist originalgetreu aus dem 18. Jahrhundert und heißt nach wie vor Sandwirt. Gleich nebenan findet sich das Andreas Hofer Museum Südtirols.


Über Andreas Hofer und den Weinhandel

Vom Mittelalter bis hin ins 19. Jahrhundert blühte der Weinhandel mit Österreich und dem Bayrischen Königsreich. Die Durchzugsstraße des Eisacktals war ein wichtiger Transitweg über die Alpen bis zur Donau. Sterzing mit seinen zwei Gebirgspässen Gampenpass und Jaufenpass. und natürlich dem Brennerpass war der Verkehrspunkt schlechthin ins Habsburgerreich und nach Bayern. Vor allem der Weinhandel mit Lagrein Wein und St. Magdalener standen in voller Blüte. Doch auch der Kalterersee Wein und die weiße Rebsorte "roter Traminer" waren begehrt. Tausende Hektoliter schafften es in Holzfässern und auf Pferdekarren an Sterzing vorbei an den Kaiserhof in Wien und an Fürstentafeln und in Klöster in Bayern. Eine der ältesten aktiven Kellereien der Welt ist die Stiftskellerei des Augustiner Chorherrenstift Kloster Neustift im Eisacktal bei Brixen.
Der junge Andreas Hofer kam als Pferde- und Weinhändler viel rum und knüpfte Kontakte im ganzen Österreichischen Kaiserreich, aber auch ins Trentino (Welschtirol). Er beherrschte Deutsch und Italienisch fließend und war somit gebildeter als der Großteil seiner Landsleute in Südtirol. Mit 20 Jahren trat er sein Erbe an und übernahm als Wirt den Gasthof "Am Sand" (Sandhof) im Passeiertal. Von hier aus lenkte Hofer über Sterzing und den Brennerpass seine Schützen ins Tiroler Wipptal bis zum Bergisel.


Noch viele Denkmäler, Straßenzüge, aber auch Namen von Hotels, Gasthöfen und gar der Name einer Brauerrei erinnern an Andreas Hofer in Sterzing, dessen Umland und in ganz Südtirol und Tirol. Die Biere der Andreas Hofer Brauerei können Sie bei uns in Sterzing kaufen. Sie stammen aus der unmittelbaren Umgebung von Sterzing, aus der "Sachsenklemme". Den Namen erhielt der Ort südlich von Sterzing, als Hofer und seine Tiroler Schützen das Sachsenheer von Napoleon vertrieben. Baumstämme und Steine rollten dem Feind in einer Talenge entgegen. Die Sachsen saßen in der Klemme und Hofer gewann die Schlacht.

Neben dem Andreas Hofer Bier haben wir bestimmt auch den ein oder anderen Wein des Weinhädlers Andreas Hofer bei uns in unserer Vinothek in Sterzing verfübar. Wer weiß, welche Traminer, St. Magdalener und Lagrein Weine der Volksheld Hofer genossen und dazumal vertrieben hat!

Andreas Hofer Gedenkfeiern in Sterzing und überall in Tirol

Am 20. Februar gedenkt man nicht nur in Sterzing Andreas Hofer. Von Kufstein bis Salurn sowie wieder vermehrt im Trentino hängen Tiroler Flaggen an Hausfassaden und Fahnenmasten. Schützenvereine und Musikkapellen marschieren auf und Gedenken dem Volkshelden Andreas Hofer. Denn am 20. Februar 1810 hat man Hofer für seine Volksaufstände in Mantua hingerichtet.

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